Chicorée
Der Chicorée wird in Zweierreihen auf einem Damm angesät. Nach etwa 10 Tagen spriessen die ersten Pflänzchen aus der Erde. Bis die Pflanze drei Blätter hat, ist sie sehr empfindlich. Heftiger Regen zerstört die ganze Aussaat. Hat der Chicorée das Vierblattstadion erreicht, ist die heikelste Phase überstanden. Nun wächst und gedeiht er mit löwenzahn ähnlichen Blätter.
Nach etwa 20-25 Wochen wird der Chicorée geerntet. Zuerst wird mit einem Mulcher das Blattwerk entfernt, anschliessend wird die Wurzel vom Chicorée mit einer Maschine ausgegraben und aufgeladen.
Nach der Ernte werden die Wurzeln nach Azmoos gefahren. Hier werden sie von unseren fleissigen Helfern verlesen. Die Wurzel muss eine vorgeschriebene Dicke und Länge haben, sonst wird sie entsorgt.
Im Winter werden die Wurzeln an die Treiberei verkauft.
Die Wurzeln werden von Hand in Kunststoffkisten aufrecht eingestellt und auf Paletten in absolut lichtdichten Räumen aufgestellt. Bei völliger Dunkelheit und regelmässiger Zufuhr von Nährstoffen und Wasser in einem geschlossenen System treibt der nicht mit Erde bedeckte Chicorée in 20-25 Tagen bei gleichmässiger Temperatur. Jeder Chicorée wird einzeln aus der Kiste entnommen und von Hand von der Wurzel getrennt und abgepackt.
Karotten / Rüebli
Anfang März kommen bei uns die ersten Rüebli (Fliesskarotten) in den Acker.
Eine spezielle Maschine bildet Erddämme und sät da die Karotten. Nach der Einsaat wird Fliess über die Dämme gelegt. Dieser schützt die Pflanzen vor Frost und speichert etwas Wärme. Im Mai, wenn es keinen Frost mehr geben sollte, wird die Abdeckung entfernt. Ende Juni, anfangs Juli werden die sogenannten Fliesskarotten maschinell geerntet.
Das zweite Mal wird Anfang Juli, meist nach dem Dreschen der Gerste, gesät. Auch bei den Sommerkarotten (Lagerkarotten) werden Dämme gebildet und reingesät.
Es ist wichtig, dass das Feld regelmässig auf Krankheiten (Krautfäule, etc.) und Schädlinge (Möhrenfliegen,etc.) kontrolliert wird.
Diese Karotten werden Ende Oktober geerntet.
Kartoffeln
Die Kartoffel gehört zu der Familie vom Nachtschattengewächs. Zu dieser Familie gehört auch die Tomate, Paprika usw. Die Samen werden in tomatenähnlichen Beeren gebildet, welche, wie alle grünen Teile der Pflanze und die Keime der Knolle für den Menschen leicht giftig sind. Weltweit werden jährlich etwa 376 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet.
Im April werden bei uns die Kartoffeln gesteckt. Es gibt verschiedene Varianten, um die Kartoffeln in die Erde zu bringen. Bei uns wird alles unter ein Mal gemacht. Das heisst, die Kartoffel wird vorgekeimt, gesteckt und zu einem Damm gehäufelt.
Wir haben momentan die Knolle Erika im Boden. Sie hat eine Reifezeit von etwa 140-160 Tagen. Eine Mutterknolle bildet je nach Sorte und Witterung 10-20 Tochterknollen.
Die Erika ist eine festkochende Kartoffel, die sich ausgezeichnet für Gschwellti und Kartoffelsalat eignet.
Nach der Ernte werden die Kartoffeln in einem speziellen Kühlraum gelagert und so das ganze Jahr über gebraucht.
Spinat
Wir produzieren Frühlings- und Herbstspinat. Dieser wird nach etwa 5-6 Wochen gemäht. Der Spinat hat gerne warmes und feuchtes Wetter und wächst dementsprechend schnell.
Direkt nach der Aussaat und kurze Zeit später kann der Acker gegen das Unkraut behandelt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt fahren wir mit einer speziellen Maschine durch die Spinatreihen. Diese lockert den Boden zwischen dem Spinat auf und löst das Unkraut von der Erde. Vor der Ernte wird der Acker nochmals auf unerwünschte Gräser durchsucht und von Hand entfernt.
Neben der Kontrolle auf Unkraut muss der Acker auch regelmässig auf Krankheiten wie Mehltau oder Ungeziefer kontrolliert werden. Bei Befund muss gehandelt werden.
Nun ist der Spinat zur Ernte bereit und wird vor dem Mähen bewässert. Trockener Spinat wird sonst während dem Transport warm und ungeniessbar.
Bei uns auf dem Betrieb dient der Spinat als Zwischenkultur. Das heisst, er wird zum Beispiel vor dem Mais oder nach dem Getreide angepflanzt.